Die Maine Coon Erstausstattung: Alles für deinen Coonie Zuwachs

Buddy und Sonny

Seit dem 10. Juli beglücken den Boss und mich zwei mittlerweile 17 Wochen alte Fellbirnen voller Flausen in den hübschen Schädeln: Buddy und Sonny brauchten nicht einmal drei Stunden, um die gesamte Wohnung zu katalogisieren, die coolsten Spielzeuge abzuchecken und die bequemsten Liegeplätze in Beschlag zu nehmen. (Zumindest so lange, bis der Boss sein Nickerchen dort halten wollte.) Die Vergesellschaftung lief so unverschämt glatt, dass das Trio schon den Abend des Folgetages in trauter Eintracht vorm Katzen-Fernseher (dem Nagarium der Rennmäuse) verbrachte. Und mittlerweile tun die beiden Wannabe-Fellgiganten ganz so, als hätten sie niemals unter einem anderen Dach gelebt.

Da ich mit Katzen aufgewachsen bin, stand mein Zuhause schon immer voll mit Katzenkram – gefühlt mehr als mit Menschenmöbeln (zu meiner Verteidigung, es gibt geniale Sachen für Katzen!). Ausstattung war für die Zwerge also eigentlich genug vorhanden, aber die Vorfreude auf die Party auf acht Pfoten hat in mir den Kaufrausch geweckt: Ich hielt es absolut für notwendig, den Kleinen im Voraus eine neue Erstausstattung zu besorgen, bestehend aus allem, was das Coonieherz begehrt (oder begehren könnte).

Was das ist? Fangen wir vorne an:

Maine Coons unterscheiden sich in ihren Ansprüchen kaum von anderen Katzen. Sie brauchen lediglich alles ein bisschen größer und ein bisschen stabiler. Nicht alles an Zubehör im Angebot der Zoohandlungen ist für die Riesen geeignet, aber mit etwas Sucherei lässt sich auch für Coonies ausreichend Mobiliar und Spielzeug auftreiben, für das man sein Geld verschleudern kann. Wie viel davon deine Katzen tatsächlich brauchen und wie viel deines Einkommens du dafür auf den Kopf haust, liegt natürlich ganz in deinem eigenen Ermessen! Um Utensilien aus den folgenden sechs Bereichen kommst du für deine Miezen allerdings nicht herum:

  1. Futter und Wasser (Näpfe, Katzenfutter vom Vorbesitzer)
  2. Katzentoiletten (ausreichend viele Toiletten, Streu vom Vorbesitzer, Streuschaufel)
  3. Kratzbaum und Liegeplätze (stabiler Kratzbaum, sonstige Kratzmöglichkeiten, Schlafplätze)
  4. Spielzeug (beliebig, Hauptsache abwechslungsreich und katzengerecht!)
  5. Transport (Tasche, Korb oder Box)
  6. Pflege (Zupfbürste, Krallenschere)

Sonny im Kratzbaum

1. Futter und Wasser:

Selbsterklärend, oder? Katzen müssen essen – und im Falle von Coonies heißt das: Viel essen. Mit welchem Futter du startest, bestimmt dabei der Vorbesitzer deiner Tiere. Mit einer Umstellung solltest du erst beginnen, wenn die Miezen sich ein bisschen bei dir eingewöhnen konnten; andernfalls riskierst du Verdauungsprobleme. Das Thema Katzenfutter ist ein sehr weites Feld – Futter, das in der Werbung angepriesen wird, ist leider bei weitem nicht so gesund wie es uns weisgemacht werden soll. Es lohnt sich auf jeden Fall, dich über die Zusammensetzung von Katzennahrung und eine gesunde Ernährung deiner Tiger zu belesen. Einen ersten Einblick ins Thema verschaffe ich dir mit diesem Artikel.

2. Katzentoiletten:

Besonders wenn du deine Coons als Wohnungskatzen hältst, ist die Anschaffung von ausreichend vielen Toiletten unumgänglich: Mindestens ein Klo pro Katze, besser noch eine Toilette mehr als Katzen im Haushalt. Es gibt verschiedene Modelle in verschiedenen Größen sowie verschiedene Sorten Katzenstreu, durch die du dich testen kannst. Viel hängt hierbei von deinen eigenen Vorlieben sowie denen deiner Katzen ab! Die wichtigsten Fragen zum Thema Toilettenmanagement beantworte ich hier.

3. Kratzbaum und Liegeplätze:

Das bekannteste Möbelstück für das Katzentier ist in jedem Fall der Kratzbaum. Miez braucht dieses Ungetüm gleichermaßen zum Krallen Wetzen wie auch zum Spielen und Entspannen. Gerade bei Maine Coons hat die Stabilität des Konstrukts allerhöchste Priorität! Achte bei der Auswahl auf eine schwere Bodenplatte und breite Stämme. Hilfreich sind auch zuverlässige (!) Fixierungen an Wänden und Decken, um die Standfestigkeit zu erhöhen.
Auch zusätzliche Kratzbretter in der Wohnung schützen deine Möbel und Teppiche vor den Krallen deiner Fellmonster – und da sein Schlafplatz deinen Tiger ebenfalls häufig zum Kratzen und Treteln animiert, ist es sinnvoll, ihm eigene Decken und Körbchen zu spendieren. Damit verhinderst du, dass er vor seinem Schönheitsschlaf vorzugsweise dein Sofa bearbeitet.
Mehr Infos zum Thema Kratzen und Chillen findest du in diesem Artikel!

4. Spielzeug:

Bei diesem Posten werde ich (leider) regelmäßig zur Shopping Queen: Maine Coons lieben Party und können nie genug Spielzeug haben! Das heißt jetzt nicht, dass du dich dumm und dämlich kaufen musst, Katzen können sich nämlich auch mit Klopapierrollen und zusammengeknülltem Papier beschäftigen – aber es gibt einige coole Sachen da draußen, die ihr Geld wert sind und deine felinen Mitbewohner herrlich auf Trab halten. Bedenke nur, dass Coonies geborene Zerstörer sind. Fäden, Federanhängsel und jede Form von Kleinteilen haben sie ruckzuck überall abgerupft und schlimmstenfalls gefressen (und ja, das ist so ungesund wie es sich anhört). Achte also darauf, deinen Miezen kein Spielzeug zur freien Verfügung zu geben, das ihnen gefährlich werden könnte! In vielerlei Hinsicht sind Katzen wie Babys – und die lässt du ja auch nicht in Steckdosen greifen, oder? Unsere Lieblingsspielzeuge habe ich übrigens in diesem Artikel vorgestellt.

5. Transport:

Nicht nur, dass du Miez für den Einzug irgendwie zu dir nach Hause befördern musst, früher oder später steht auch mal ein Tierarztbesuch an, zu dem deine Katze dich nicht freiwillig begleiten wollen wird. Bei Kitten ist das Finden einer Transportbox noch kein Problem, doch je größer und schwerer dein Coonie wird, desto vorsichtiger musst du in der Auswahl werden. Viele handelsübliche Plastiktransportboxen sind weder ausbruchssicher noch auf die 10 Kilo Gewicht ausgelegt, die ein Maine Coon Kater knacken kann. Schlussendlich geht probieren hier über studieren, denn deine Katze muss sich in ihrem Behältnis auch noch möglichst sicher fühlen! Unsere Transporthelferlein samt Tipps zur Auswahl eines passenden Modells findest du im entsprechenden Artikel.

6. Pflege:

Maine Coons sind Halblanghaarkatzen und mit ihrer wenigen Unterwolle relativ pflegeleicht, eine Bürste muss dein Tiger aber trotzdem kennenlernen. Das Wichtigste ist dabei zu Beginn allerdings nicht unbedingt die Art des Pflegeutensils, sondern dass deine Katzen sanft daran gewöhnt werden und die Prozedur entsprechend ohne allzu großes Murren über sich ergehen lassen. Coonies entwickeln ungeahnte Kräfte, wenn ihnen etwas nicht gefällt, weswegen du deinen neuen Mitbewohnern beibringen musst, dass Fellpflege, Zahnkontrolle und Krallenschneiden Routinen sind, gegen die sie sich nicht wehren müssen. Mehr Informationen hierzu findest du in einem gesonderten Artikel.

Letztendlich kann man natürlich planen und vorbereiten, so viel man will: Der Einzug eines neuen Fellkumpels bleibt ein Abenteuer. Irgendwas kommt immer anders als gedacht, jede Katze hat ihre Eigenarten und jedes Team aus Miez und Mensch muss sich erst zusammenraufen und kennenlernen, bevor der Zweibeiner wirklich weiß, was sein feliner Freund braucht. Fakt ist allerdings, dass du euch die Gewöhnung um einiges leichter machst, wenn dein Coonie seine Grundbedürfnisse von Anfang an stillen kann, weil das entsprechende Basisequipment bereitsteht. Dein Fellgigant wird es dir danken! (Und sei gewarnt, das Austesten neuer Katzensachen kann verdammt schnell zur Sucht werden…)

Das könnte dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.