Maine Coon Katzentoilette: Das passende Katzenklo und das richtige Management

Maine Coon Katzentoilette

Ein untrügliches Zeichen für das Vorhandensein einer Katze im Haushalt? Neben herumstehenden Kratzmöbeln und Haaren im Kaffee eindeutig das Katzenklo. Zugegebenermaßen kein besonders stylisches Accessoire für die geliebten vier Wände, oder? Aber gerade bei Wohnungskatzen sind Klos ein notwendiges Übel.

Katzen gelten gemeinhin als sehr saubere Tiere. Trotzdem bekomme ich bei der Erwähnung meiner drei Fellbomber immer wieder eine bestimmte Frage gestellt – typischerweise mit schreckgeweiteten Augen und ganz viel Grusel in der Stimme:

»Machen die hin?«

Ehrliche Antwort: Nein. Nie.

Abseits von Krankheiten resultiert Unsauberkeit bei Katzen in sehr vielen Fällen aus fehlerhaftem Toilettenmanagement. Dabei ist gerade die Hygiene eigentlich ein Punkt, in dem Mensch und Miez prima harmonieren. Beide mögen’s nämlich sauber. Wenn man ein paar Punkte beachtet, ist es gar nicht schwer, den felinen Mitbewohner in dieser Hinsicht zufrieden zu stellen. Welche Punkte das sind, erfährst du in diesem Artikel.

Katzenklo Größe
Klein und süß – ein Schuhkarton voll Streu unterm Waschbecken reicht, oder?!

Die Wahl des richtigen Katzenklos

Wer Katzen in der Wohnung hat, braucht Katzenklos. Das ist Fakt. Wie genau die aussehen, kann man sich allerdings aussuchen: Es gibt Katzentoiletten in allen möglichen Formen und Farben. Dein Job? Solche zu finden, die sowohl für dich als auch für deine Katzen klar gehen.

Bei den Fellgiganten spielen die Maine Coons die erste Geige. Dementsprechend mache ich natürlich besonders auf eins aufmerksam: Das stille Örtchen muss groß genug für deine Tiere sein!

Tatsächlich sind Klos, die wir bereits als riesig empfinden, dabei gerade groß genug. Ich kenne einige, die ihren Miezen fürs Geschäft Mörtelwannen zur Verfügung gestellt haben: Mit Seitenlängen um die 80 cm sind die Dinger nicht gerade klein. Aber die Katzen finden’s gut! Die wollen sich nämlich bequem und ohne Platzangst in ihrer Toilette drehen können. Und wenn der Plüschpo beim Verrichten des Geschäfts keinen halben Meter über den Rand hinausragt, ist das auch für den Zweibeiner hilfreich.

Mittlerweile ist man auf Improvisationen zur Einhaltung der richtigen Größe nicht einmal mehr angewiesen. Im Zoofachhandel gibt es ausreichend XXL-Katzentoiletten, die auch für die großen Waldkatzen geeignet sind.

Typischerweise unterscheidet man dabei drei Ausführungen.

Einfache Schalentoiletten

Ganz klassisch sind die Schalentoiletten. Viele Katzen mögen diese offenen Klos lieber als die geschlossenen mit Haube. In freier Natur bastelt Miez schließlich auch nicht erst ein verschließbares Dixieklo zusammen, oder? Wir Zweibeiner mögen die Cabrios unter den Katzentoiletten aus optischen Gründen zumeist eher weniger, dem Tier zuliebe würde ich aber dennoch empfehlen, so ein Modell zumindest auszutesten.

Für die felinen Schaufelbagger gibt es solche mit hohem Rand, die verhindern, dass der Fußboden allzu sehr mit Streu geflutet wird. Bei winzig kleinen Kitten musst du natürlich sicherstellen, dass die Minis über den Rand ins Klo kommen. Erfahrungsgemäß bleiben die Zwerge aber ja nicht lange klein…

Ich nutze aktuell das Jumbo-Modell Aseo von Savic*: 67,5 x 48,5 cm, hoher (abnehmbarer) Rand, stabil und absolut zweckmäßig.

Haubentoiletten

Auch bekannt: Haubentoiletten. Katzen sind keine Höhlenpinkler und damit sind die Dinger sicherlich nur mäßig artgerecht. Aber: Wer in seiner Bude kein wirkliches stilles Örtchen als Klo-Stellplatz erübrigen kann, fährt mit der geschlossenen Variante teilweise dennoch besser. Du stellst dich ja auch nicht mit nacktem Hintern an die Hauptstraße, wenn du mal musst, oder? Katzen schätzen wie wir die Ruhe bei ihren Klobesuchen. Die Hauben sind dabei manchmal ganz hilfreich. Der Boss geht beispielsweise nur auf geschlossene Toiletten, die offenen sind ihm zuwider.

Zusätzlicher Vorteil: Man glotzt nicht immer direkt ins Katzenstreu, wenn man den Raum betritt. Und es liegt natürlich etwas weniger Streu herum – nämlich nur noch vorm Eingang (und in einem zehn Meter-Umkreis desselben).

Die Fellgiganten nutzen hier abermals ein Jumbo-Modell von Savic namens Nestor*. 66,5 x 48,5 cm bei einer Höhe von 46,5 cm: Ausreichend für Coonie-Maße. Die transparente Klappe vorne montiere ich grundsätzlich ab. Man muss es mit dem Dixieklo-Feeling ja nicht übertreiben (zumal der Boss beim Kotabsetzen doch so gerne mit royaler Miene aus dem Klo herausschaut…). Außerdem entferne ich den Aktivkohlefilter. Diese Teile fummeln die Miezen nämlich gern aus der Halterung, um sie zu fressen – das ist der Gesundheit nicht ganz so zuträglich. Gut an dem Katzenklo ist der zum Teil aufklappbare Deckel: Wenn man nicht die komplette Haube abmontieren will, fühlt man sich beim Reinigen zumindest nicht ganz so sehr wie die Hexe im Knusperhaus, die gleich in ihren eigenen Ofen geschubst wird. Bei Hänsel und Gretel gab’s immerhin keine Fäkalien, in die man Gesicht voraus fallen würde. (Und ja, bei mir findet sich durchaus ein Pelzträger, der Gretel spielt und mir den nötigen Stoß versetzt. Wir wollen ja niemanden scharf anschauen – nicht wahr, Indio?)

Anmerkung am Rande: Wem gängige Haubentoiletten zu hässlich sind, der kann natürlich auch einen Schrank für sein Katzenklo kaufen – oder aber selber bauen!

Maine Coon Haubentoiletten
Nicht pink, kein Hello Kitty-Aufdruck, aber: Passt.

Top Entry Toiletten

Mit so einem Teil liebäugle ich schon eine ganze Weile. Die Katzenklos mit Einstieg von oben sind für uns Zweibeiner mehr als praktisch: Sie sind optisch um einiges angenehmer als normale Toiletten, Miez kann deutlich weniger Katzenstreu drum herum verteilen – und es gibt sie mittlerweile auch in Coonie-kompatiblen Größen.

Ob deine Katze das Konzept so annimmt, musst du allerdings austesten. Bisher habe ich von Erfahrungsberichten den Eindruck bekommen, dass die meisten Vierbeiner die Toploader nach kurzer Eingewöhnung durchaus akzeptieren und nutzen, ich selbst habe den Sprung allerdings noch nicht gewagt.

Wenn’s so weit ist, plädiere ich fast für das Top Box XXL Luxus-Modell* – zum Testen darf’s aber auch erst einmal die Hop In von Savic* sein.

Wie viele Klos brauche ich?

Drei Katzen im Haushalt – ein kleines Klo im Flur. Das langt doch, oder?!

Ich fand auch schon immer, dass eine einzelne Toilette für die Tausenden von Besucher der diversen Open Air Festivals ausreicht. Die ganzen Dixieklos verschandeln doch die Landschaft!

Mal ernsthaft: Allein der gesunde Menschenverstand sagt dir doch, dass deine Katzen keine Warteschlange vorm Klo bilden wollen. Stell dir mal vor, die haben alle gleichzeitig explosiven Dünnpfiff. Könntest du da warten, bis der Kollege fein säuberlich seine Hinterlassenschaften verscharrt und die Toilette zwei Stunden als Zen-Garten missbraucht hat? Guck dir mal Großfamilien an, wo sich fünf Leute ein Badezimmer teilen müssen. Das macht keinen Spaß.

Nebenbei bemerkt haben Katzentoiletten keine integrierte Spülung. Wenn du den ganzen Tag arbeitest und deine Katzen sich 10 Sunden in ein und dasselbe Klo entleeren, wird’s irgendwann eklig. Nicht nur für dich! Die Tiere finden das nämlich mindestens genauso abartig. Ich geh auch lieber in die Büsche als durch andererleuts Scheiße zu waten. Wohnungskatzen bleibt dann unter Umständen nur der Schlafzimmerteppich.

Wir halten fest: Jede Katze braucht ein Klo. Das ist das absolute Mindestmaß.

Wenn du’s genau nehmen möchtest, brauchst du eine Katzentoilette mehr als Katzen im Haushalt leben. Und nein, das ist nicht übertrieben. Tatsächlich pieseln und koten unsere felinen Genossen nicht sonderlich gern in ein und dasselbe Klo. Zwischenzeitlich hatte ich hier schon zwei Toiletten rein mit Kot und zwei nur mit Urin – als hätte mein Trio da eine geheime Absprache getroffen.

Ich weiß, dass Katzenklos nicht gerade in der Top 5 der dekorativsten Wohnaccessoires glänzen, aber sie gehören zur Haltung der Tiere dazu. Mach hier nicht an der falschen Stelle Abstriche. Die Tiere sind immer nur so und so lange tolerant. Wenn das Toilettenmanagement hakt, braucht es manchmal nur noch ein, zwei ungünstige Faktoren mehr – Stress in der Gruppe, Krankheit, Schmerzen, Verdauungsprobleme, Krach und sonstige Angstauslöser, Abwesenheit des Lieblingsmenschen, oderoderoder – und dann hast du doch den gefürchteten Fall von »Katze macht hin«. Und das kann sich verdammt schnell einschleifen.

Wo stelle ich die Katzenklos hin?

Du erinnerst dich an den Vergleich mit der Hauptstraße? Miez mag’s ruhig, wenn sie ihr Geschäft verrichtet. Versuch also, die Toiletten an möglichst stillen, geschützten Fleckchen in der Wohnung zu verteilen. Nicht im Kinderzimmer neben dem Trampolin. Unsere stehen in verschiedenen Flurnischen und im Abstellraum.

Wichtig ist auch, dass du die Katzenklos nicht einfach in einer Reihe parkst. Katzen stehen auf Ausweichmöglichkeiten und gerade wenn’s in der Gruppe mal kriselt, ist es Gold wert, wenn der Bully sich nicht bequem vor der gesamten Toilettensammlung platzieren kann, um sein Opfer am Klogang zu hindern.

Wenn du in einer schicken Villa lebst, wäre es für den Vierbeiner auch ganz charmant, wenn er nicht erst drei Etagen durchqueren müsste, um kurz pinkeln zu gehen. Sieh zu, dass auf jeder Etage ein stilles Örtchen zu finden ist. Mach der Katze den Toilettengang so einfach wie möglich. Dann kommt sie gar nicht auf die Idee, deine Bude mit Fäkalien zu dekorieren.

Das richtige Katzenstreu

Ich könnte jetzt halbe Romane über die Beschaffenheit unterschiedlicher Streusorten verfassen – doch, ganz ehrlich: Ich bin da pragmatisch. Ich nehme die Sorte Streu, mit deren Handling ich gut klarkomme und die meine Jungs gern benutzen. Tatsächlich ist es so: Frag zehn Halter nach ihrem Katzenstreu und du bekommst zwölf Meinungen. In meinen Augen geht hier Probieren über Studieren.

Wichtigste Voraussetzung für mich persönlich: Es muss Klumpstreu sein. Das bildet beim Aufsaugen von Flüssigkeiten feste Kugeln, sodass auch Urin rückstandslos mit der Schaufel entfernt werden kann.

Generell gibt es pflanzliches Streu, Silikatstreu und solches aus Betonit bzw. Naturton. Letztere klumpen meiner Erfahrung nach am besten, sind in ihrer Reinform dafür aber verflixt schwer. Das muss man bei Transport und Handling der Säcke bedenken. Manche Sorten binden zudem Gerüche schlecht und neigen zur Staubbildung. Streu aus Pflanzenfasern ist leicht und umweltfreundlich. Es klumpt annehmbar, die von mir getesteten Sorten lagen im Verbrauch allerdings höher als Betonitstreu. Dass Pflanzenstreu nicht staubt, ist leider ein Gerücht – ebenso wie die angeblich bessere Geruchsbindung. Vielfach wird auch behauptet, es wäre erlaubtermaßen übers WC zu entsorgen, womit ich allerdings vorsichtig wäre. Per Gesetz ist normalerweise die Entsorgung von Katzenstreu über den Restmüll vorgeschrieben – und wenn der Abfluss dann doch verstopft ist, hast du den Ärger an der Backe. Silikatstreu ist ebenfalls leicht, fällt für mich aber komplett durch, da es nicht klumpt. Das heißt, du verbrauchst Unmengen von dem Zeug, es ist in meinen Augen nur mäßig hygienisch – und ich kenne keine Katze, deren Wahl freiwillig auf Silikatstreu fallen würde, sofern Alternativen vorhanden sind.

Insgesamt sind pflanzliche Streusorten mittlerweile recht modern, was wegen ihrer Umweltfreundlichkeit auch durchaus positiv ist. Sehr beliebt ist in dieser Kategorie das Cat’s Best Öko Plus, jetzt Cat’s Best Original*. Im Handling fand ich das Streu in Ordnung, die Urinklumpen zerfielen beim Reinigen der Toiletten allerdings ständig und verglichen mit meinem Standardstreu lag der Verbrauch damit insgesamt höher. Die Geruchsbindung war ausreichend, aber nicht umwerfend. Da die Klos hier mehrmals täglich gereinigt werden, war das kein Drama. Beim Befüllen der Toiletten staubte es sichtlich, die Miezen haben aber keine Schwierigkeiten mit den Atemwegen gezeigt. Weil das Streu sehr feinkörnig und leicht ist, fliegt es naturgemäß durch die ganze Wohnung und bleibt in den Schneeschuhen der Coons hängen. Das Problem der Sandstrände hat man jedoch mit jeder feinen Streusorte.
Alles in allem fand ich persönlich das Cat’s Best okay. Die Fellbomber selbst zogen es allerdings vor, das Streu zu meiden, sobald etwas anderes zur Verfügung stand – dementsprechend habe ich nicht darauf gewechselt.
Nachtrag: Mittlerweile hat es das Greenwoods Öko-Klumpstreu* fest in unser Streu-Repertoire geschafft. Die Klumpfähigkeit und Staubbildung finde ich deutlich angenehmer als beim Cat’s Best. Bleibt nur der Sandstrand: Dafür gibt’s Klo-Vorleger*!

Unser aktuelles Standardstreu ist das Biokat’s Duo Active Fresh*. Es besteht aus einer Mischung aus Naturton und Pflanzenfasern, ist damit für mich als fittes Weibchen locker zu tragen, klumpt perfekt, die Staubigkeit geht noch klar und die Geruchsbindung ist insgesamt gut. Das Streu riecht leicht nach Babypuder, was meine Miezen nicht stört. Allergiesymptome zeigte hier noch keiner, manche Tiere reagieren jedoch auf bestimmte Streusorten, gerade wenn Duftstoffe enthalten sind. Diesbezüglich sollte man daher immer etwas wachsam bleiben.
Auch das Duo Active Fresh ist feinkörnig und verteilt sich gekonnt in der ganzen Wohnung. Mineralische Katzenstreus sind zudem nicht biologisch abbaubar, sonderlich umweltfreundlich ist meine Wahl damit nicht. (Es lässt sich allerdings auch vortrefflich diskutieren, inwieweit das Verschiffen von Bambusfasern und Co. um den halben Globus oder das Verballern von Nahrungsmitteln im Fall von Maisstreus der Welt einen Gefallen tun. Ergo: Bleib locker. Du tötest niemanden, wenn deine Katze in Betonitstreu pinkelt.)
Nachtrag: Das Biokat’s Duo Active Fresh ist mittlerweile nicht mehr so einfach zu vernünftigen Preisen zu bekommen. Deswegen weiche ich vermehrt auf das Biokat’s Diamond Care Fresh* aus. Einziger Nachteil: Je nach Fuhre staubt das Zeug beim Einfüllen ziemlich…

Ich gebe hier bewusst keine absolute Empfehlung. In meinen Augen sollte Mensch bei der Streuwahl seine Prioritäten setzen, diverse Sorten ausprobieren und schlussendlich die Katzen entscheiden lassen, welches am besten vertragen und akzeptiert wird. Wechsel nur nicht täglich das gesamte Streu und tausche dabei fröhlich die Sorten, das mögen Katzen als Gewohnheitstiere nicht. Geh hier lieber etwas behutsam vor.

Maine Coon Schalentoilette
Anmerkung: Kurz vor Aufnahme dieses Fotos wurde gestaubsaugt. Andernfalls wären hier die Fellgiganten im Strandoutfit beim Sandburgenbauen zu sehen.

Das richtige Toilettenmanagement: Hygieneroutinen

Okay, du hast ausreichend Katzenklos, die Standorte sind gewählt, das Streu eingefüllt. Perfekt. Was musst du jetzt noch tun?

Richtig: Die Toiletten sauber halten. Du musst deine Miezen nicht samt ihrer Hinterlassenschaften aus dem Klo schaufeln, während sie noch mit Wippen und Abtropfen beschäftigt sind, aber zwei- bis dreimal täglich solltest du die Toiletten reinigen. Wenn ich hier mitbekomme, dass einer der Drei Kot absetzt, entsorge ich das häufig auch sofort.

Das rührt nicht nur daher, dass ich allergisch auf Gestank reagiere. Es gehört zur Gesundheitsvorsorge dazu, dass du in etwa im Blick hast, wie der Output deiner Vierbeiner aussieht. Breiig bis flüssiger Durchfall, steinharte Mini-Kotkügelchen, merkwürdige Färbungen, Unmengen am Haaren im Stuhl – all das musst du mitbekommen, um deine Katzen fit und gesund zu halten. Starker Durchfall dehydriert die Tiere und schlägt sich massiv auf den Allgemeinzustand nieder, schwere Verstopfung kann unbehandelt bis zum Darmverschluss führen, ungewöhnliche Kotfarben und -beschaffenheiten ermöglichen Rückschlüsse auf Organfunktionen und das Vorhandensein von Parasiten, den Abgang von Haaren solltest du gerade bei Plüschbombern wie den Maine Coons ohnehin im Blick behalten… Du siehst, nicht umsonst können Mütter und Tierhalter so angeregte Diskussionen über die Ausscheidungen ihrer Schützlinge führen!

Achte beim Reinigen darauf, dass deine Tiere immer ausreichend Streu zum Buddeln und Scharren zur Verfügung haben. Fülle die Toiletten regelmäßig auf. Alle paar Wochen solltest du das Streu einmal komplett entsorgen und das Klo reinigen (kochendes Wasser tötet dabei eventuell vorhandene ungebetenen Gäste) und neu befüllen.

Zum Entfernen von Urinklumpen und Kot gibt es spezielle Streuschaufeln*, die du je nach Beschaffenheit deines Katzenstreus auswählen kannst. Wenn du nicht nach jeder Kloreinigung zur Mülltonne rennen willst, musst du die Exkremente zwangsweise irgendwie zwischenlagern: Hierfür ist der Litter Locker* sehr beliebt. Wer mal mit (menschlichen) Babys zu tun hatte, kennt sicher auch diese netten Windeleimer, die sich luftdicht verschließen lassen. Diese Teile sind für eine geruchslose Aufbewahrung des benutzten Streus ebenfalls geeignet.

Was das herumfliegende Streu in der Bude angeht: Es gibt Toilettenvorleger*, die einiges an Körnchen zurückhalten, sobald Miez über sie hinwegspaziert. Je nach dem, wie viel Platz du hast, kannst du auch (für Katzenpfoten angenehme) Fußabtreter oder diese gummiartigen Badematten zur Sturzprophylaxe bei Nässe verwenden. Je nach dem, wie fein dein gewähltes Katzenstreu ist, wirst du immer noch ausreichend Strandatmosphäre in der Wohnung haben und verdammt viel saugen müssen, aber diese Matten lindern die Problematik zumindest merklich. Wichtig ist nur, dass du auch die Matten regelmäßig reinigst und desinfizierst, damit sich dort keine mikroskopisch kleinen Untermieter ansiedeln.

Fazit

Wenn man sich an ein paar Regeln hält, machen Katzen einem im Hinblick auf ihre Toilettengewohnheiten kaum Schwierigkeiten. In puncto Hygiene sind unsere Vierbeiner uns durchaus ähnlich, wir beide wollen nämlich bestenfalls viel davon und ziehen es vor, in sauberer Umgebung zu leben. Die Sache ist nur, dass unsere Miezen nicht die Schaufeln in die Pranken nehmen und das Klo durchschippen können. Das ist der Job des Halters.

Riecht es in einer Wohnung also »nach Katze« und ein Vierbeiner erledigt sein Geschäft auf dem Wohnzimmerfußboden – gib nicht der Katze die Schuld und behaupte, das Tier wäre »unsauber«. Allerhöchstwahrscheinlich ist die Katze krank – oder ihr Zweifuß baut Mist mit dem Toilettenmanagement!


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5 Kommentare

  1. Hallo Ihr Fellgiganten,

    da die Toiletten meiner beiden Fellnasen direkt oberhalb einer Treppe im Flur stehen und sich das Streu, beim Verlassen der Toiletten, dann immer munter die Stufen herunter verteilt hat, habe ich mich vor einigen Wochen dazu entschlossen den „Top Box XXL Luxus-Modell“-Top Entry-Toiletten mal eine Chance zu geben. Von dem einen Katerchen wurde die Toilette sofort und fortan standardmäßig benutzt, währen sein Bruder da etwas schüchterner war.
    Als ich feststellen konnte, dass durch die neue Toilette in der Tat etwas weniger Streu verteilt wurde, habe ich dann kurzerhand auch die zweite Toilette durch so ein Exemplar ausgetauscht. Es wurde dann auch vom zweiten Kater ohne Probleme angenommen.

    Von daher gibt es von mir einen Daumen (und zwei Tatzen) nach oben.
    Empfehlenswert.

  2. Liebe Laura,

    Katzentoiletten sind ein ebenso sensibles Thema wie Futter und Beschäftigung. X sagt dies, Y sagt das und Z ist wieder anderer Meinung. Es gibt keine Patentlösung, aber dein Artikel ist ein guter Leitweg zur Orientierung.
    Sir Archibald hat als Dark Prince zwei Toiletten in seinem Königreich, extra hoch und lang – besser bekannt als Babybadewannen.
    Beim Thema Buddeln habe ich nur eines zu sagen: Er würde sich sofort mit Sonnenhütchen und Schaufel bewaffnet ans Sandburgenbauen begeben, wenn ich ihm dies zur Verfügung stellte
    Bei uns verhält es sich übrigens so, dass ich zwei Kartons Katzenstreu kaufe, den Inhalt in beiden Toiletten verteile, die Verpackungen kommen dann in Altpapier und mein Häppchen hat dann ca. 3 Wochen die Möglichkeit, nach Lust und Laune zu buddeln. Erst wenn er nicht mehr buddeln kann, wird der kleine Rest Katzenstreu entsorgt, beide Toiletten ausgewaschen und neu befüllt. So ist jeder Jeck anders

    Alles Liebe
    Sabrina + Sir Archibald

  3. Schon lustig, aber ich persönlich habe ganz andere Erfahrungen in meinen 20 Jahren mit Katzen gemacht und bin insofern zu einem anderen Handling gekommen.
    Wir haben lediglich zwei Toiletten bei vier Katzen und das reicht vollkommen aus (sind aber auch alles Freigänger). Klumpstreu wurde durch die Bank abgelehnt, ebenso wie alles mit Duft. Gereinigt werden die Klos zweimal die Woche komplett (wofür ich die Einlagenbeutel wärmstens empfehlen kann!), zwischendurch gar nicht. Stinken tut es wenn überhaupt immer nur direkt die paar Minuten nach dem großen Geschäft, aber mal ehrlich, dass tut es im Bad gelegentlich auch, wenn wir Zweibeiner da mal echt groß mussten
    Und ich hatte bei keiner der insgesamt sechs Katzen jemals Probleme mit Unsauberkeit oder Stress wegen der Toilettenbenutzung. Im Gegenteil, eine meiner inzwischen verstorbenen Katzen hat sogar immer die Krise gekriegt, wenn ich das Klo gereinigt hab und war erst nach 24 Stunden wieder zufrieden, wenn es wieder „eingewohnt“ war.
    Inzwischen kaufe ich auch nur noch welche mit Haube, klare Entscheidung der Katzen – wenn sie die Wahl haben, dann nehmen sie lieber ein Blickgeschützes.
    Ich bin recht zufrieden mit dem Zustand. Wir wohnen zwar nicht unbedingt beengt, aber für fünf Toiletten wäre der Platz dann doch etwas knapp.
    Grundsätzlich denke ich, dass man einfach ausprobieren muss, was mit den jeweiligen Katzen am besten funktioniert und sich ggf. an veränderte Situationen anpassen muss.
    Danke für den informativen und lustig geschriebenen Artikel!
    Viele Grüße
    Leo mit Mimi, Ivi, Lille und Maitime

    1. Auch nicht schlecht! Ich glaube, der Freigang spielt eine große Rolle, mein Volk würde in vielem vielleicht auch anders ticken, wenn die freie Wildbahn als Klo zur Verfügung stände. Ich hatte mein Leben lang reine Wohnungskatzen.
      Wobei ich wohl die Krise bekäme, müsste ich nicht klumpendes Streu verwenden. Ist mir schon klar, dass sich das nach der schönen Erde draußen unnatürlich anfühlen muss, aber – ew. Ich konnte das Zeug nie leiden.
      Die Einlegebeutel dagegen fand ich auch total prima, aber die wurden hier soweit möglich gemieden oder, wenn nicht möglich, weil in allen Klos vorhanden, halt mit Begeisterung zerfetzt. Das hat dann so semi-viel gebracht. Bei Klumpstreu muss man aber ja eh nicht zweimal wöchentlich komplett wechseln, ich brauchte die nur mal, weil meine zwei Jungtiere mir Giardien eingeschleppt hatten und ich es da mit der Hygiene nervtötend genau nehmen musste.
      Ich finde auch, das beste Management ist immer das, was die Katzen gut finden und was sich dabei für einen selbst am einfachsten gestaltet. Leider gibt’s immer noch genug Leute, die’s nicht auf die Reihe kriegen und dann ihre Katzen abgeben, weil sie angeblich unsauber sind. Deswegen braucht’s überhaupt solche Artikel.
      Liebe Grüße an euch!
      Laura + Fellgiganten

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