Katzen, Pech und Pannen – aka: Alltag mit Maine Coons. Warum Katzenhalter verdammt viel Humor brauchen

Alltag mit Maine Coons

Natürlich würde ich gerne behaupten, dass meine Fellgiganten so famos erzogen sind, dass hier stets alles wie am Schnürchen läuft. Als Katzenhalter weißt du aber ohnehin: Dann hätte ich keine drei Kater in der Bude, sondern Steiff-Tiere.

Nachdem ich zuletzt eine Weile in der Waagerechten verbringen durfte und im heimischen Umfeld Bett und Sofa gehütet habe, ist bei mir vor allem eins aufgekommen: Langeweile. Rumhängen ist nicht mein Ding. In Rückenlage wegen undefinierbaren Auas schon gar nicht.

Praktischerweise bekommen die Pelzbomber so was ziemlich schnell mit. Nicht nur, dass man gerade ein wunderbares Sitzkissen abgibt. Auch, dass man ein bisschen Action vertragen könnte. Und wenn Maine Coons etwas richtig gut können, dann für Action sorgen.

Es gibt viele Rasseportraits über Maine Coons in den Weiten des WWWs. Die meisten tummeln sich auf Züchterseiten, die ihre Tiere in erster Linie an den Mann bringen wollen. Klar, dass hier in erster Linie Schönheit und Verträglichkeit der Fellmonster hervorgehoben werden. Wenn ich etwas verkaufen möchte, betone ich auch nicht, inwieweit das »Produkt« regelmäßig meine Nerven überstrapaziert.

Maine Coons sind großartig. Aber ich wiederhole mich gern: Es sind keine Kuscheltiere mit Aus-Schalter, wenn man gerade mal nicht so kann oder will. Ich spendier dir im Folgenden eine Zusammenfassung der Coon’schen Pleiten, Pech und Pannen von sage und schreibe zwei Tagen – stellvertretend für 365 Tage Chaos mit den felinen Clowns. Sieh’s als »das etwas andere Rasseportrait der Maine Coon Katze«. Alias: Alltag mit felinen Vollpfosten!

Weiterlesen

Maine Coon Temperament: Party Cats mit Power (+ Krallen + Zähnen)

Maine Coon Temperament

Viele Menschen meinen, was die Maine Coon von anderen Katzen unterscheidet, wäre in erster Linie die Optik. Klar, die Tiere sind die plüschigen Schwarzeneggers der Hauskatzenwelt. Allerdings ist Optik nie alles im Leben. Die Coons werden gern als gentle giants betitelt, weil sie anderen Lebewesen gemeinhin offen und freundlich gegenübertreten – und aus 27 Jahren Coonie-Erfahrung kann ich sagen: Jep, das ist wahr.

Leute, die meine Kater kennenlernen, sind zunächst auf Sicherheitsabstand bedacht, wenn sie mit der Rasse keine Erfahrung haben. Wenn ich mir den Boss unter den Arm klemme und zum Hallo-Sagen hinhalte, ist die erste Reaktion oft: »Tut der was?« Ich muss dann immer lachen. Ja, er wird wohl weiteratmen, wenn du ihn berührst. Allerhöchstwahrscheinlich wird er deine Hand beschnuppern und dich ein bisschen abchecken, weil er dich nicht kennt. Vielleicht kann er dich gut leiden, dann wird er dich anstupsen. Aber sonst? Nö.
Tust du ihm nichts, tut er dir nichts. Auf die Idee käme er gar nicht.

Trotzdem: Maine Coons sind keine Steifftiere für die Vitrine. Den Knopf im Ohr sucht man vergeblich.

Die Tiere sind kernig. Sie haben Power. Und sie brauchen Action.

Weiterlesen