Artgerechte Katzenhaltung: Sind wir immer perfekt? Nö.

Artgerechte Katzenhaltung

Mal ehrlich: Katzenhaltung ist nie perfekt.

Irgendwas läuft immer anders als geplant. Egal, wie viel du weißt. Egal, was du dir vornimmst. Es wird immer Momente geben, in denen deine Katze dir einen Strich durch die Rechnung macht. In denen du das Gegenteil von dem tust, was du anderen raten würdest.

Es wird immer Momente geben, in denen du dir wie ein richtiger Trottel vorkommst.

Fellgiganten-Fails: Unperfekt? Kann ich!

Dass der sonst so gechillte Katzenkumpel das Gitter aus seiner Transportbox schlagen kann und sich vom Lärm der Möbelpacker nicht davon abhalten lässt, die Zimmertür zu öffnen und sich ins Umzugsgetümmel zu stürzen, merkt man naturgemäß erst, wenn’s zu spät ist.

Manchmal checkt man auch erst, dass der Kater den Futterschrank öffnen kann, wenn der Küchenfußboden plötzlich mit zerfledderten Leckerli-Verpackungen übersät ist und die Pelzbacke sich genüsslich die letzten Krümel Cosma Snackies aus den Schneeschuhen putzt.

Die Erkenntnis, dass die plüschigen Lieblinge es nicht gewohnt sind, dass man seine Workouts im Wohnzimmer durchzieht und aus heiterem Himmel mit Jumping Jacks loslegt, kommt unter Umständen erst, wenn die Katze auf halbe Größe geschrumpft hinter der Kaffeemaschine in der Küche verschwunden ist.

Und dass das haarige Baby die Stöckelschuhe der Verwandtschaft nicht toleriert, wird erst dann klar, wenn es sich auf den zwei Meter hohen Küchenschrank flüchtet und dabei durch die Belüftungsöffnung hinter dem Kühlschrank stürzt. (Dass da überhaupt eine Belüftungsöffnung ist, weiß man leider auch erst ab diesem unglücklichen Moment, wenn man die Einbauküche auseinandernimmt, um die Katze zu retten.)

Bei aller Liebe zu meinen Coons und obwohl ich in ihrer Nähe wirklich umsichtig bin, passiert’s mir übrigens trotzdem regelmäßig, dass ich dem Boss auf den Schwanz trete und rückwärts über Sonny stolpere, sobald der sich unerwarteterweise hinter mir platziert. Und Buddy wird von mir nach wie vor alle paar Wochen mal versehentlich im Badezimmer eingesperrt, weil ich vergesse, vorm Verlassen des Raumes die Dusche zu checken.

Ganz nebenbei nutze ich trotz ausgeprägtem Perfektionismus in Bezug auf die Fütterung meiner Miezen gerne mal Soßenfutter mit semiguter Zusammensetzung, um ihnen Medis und gequollene Flohsamenschalen unterzujubeln.

Und manchmal bin ich ums Verrecken zu müde, um nach der Arbeit noch stundenlang Party mit den Jungs zu machen. Dann bleiben Angeln und Co. einfach mal im Schrank und ich lasse die Monster den kleinen roten Punkt und ein paar Leckerlis durchs Zimmer jagen. Wenn dann nachts um 3 Uhr Bällchen-Party herrscht, bin ich selber Schuld.

Das Ding mit Blogs: Auch vermeintliche Experten greifen ins Klo

Ich schreibe das nur, weil ich mir mit all den »Tipps für whatever«-Artikeln in der Pipeline nach diesem semiperfekten Feburar (nicht unbedingt in puncto Katzenhaltung, eher in puncto Leben) irgendwie komisch vorkomme. Manchmal wirken Blogs ein bisschen zu aufpoliert, ein bisschen zu perfekt, und das ist zumeist ziemlich weit von der Wahrheit entfernt. Insbesondere, wenn es um Katzen geht. Katzen sind im Prinzip verdammt chillige Mitbewohner: Denen ist Perfektion nämlich total egal.

Passieren mir mit den Fellgiganten also Fehler? Mache ich auch mal bewusst welche? Finde ich ohnehin, dass Perfektion und Lehrbuch-Nachbeten total überbewertet werden? Ja!

In diesem Sinne: Einen fröhlichen Tongue Out Tuesdaymacht’s wie eure Katzen!

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4 Kommentare

  1. Hallo Laura,

    danke für den Lacher des Tages Bei euch ist wirklich was los! Du beschreibst es so anschaulich, als wäre man mitten drin.

    Bei uns läuft auch nicht alles perfekt. Elvis habe ich, als er ganz neu bei uns war, auf dem Balkon ausgesperrt. Und das im Winter. Zum Glück habe ich es nach fünf Minuten gemerkt.

    Liebe Grüße
    Bärbel

    1. Hallo Bärbel,

      ja, die Miezen bringen eindeutig Leben in die Bude!
      Oha, der arme Elvis. Gut, dass du es so schnell bemerkt hast! Katzen haben aber auch wahre Ninja-Fähigkeiten… Oft bemerke ich sie gar nicht, wenn sie an mir vorbeihuschen, und wenn ich dann rausgehe und die Tür schließe, ist die Empörung groß.

      Liebe Grüße und einen wunderbaren Sonntag!
      Laura

  2. Ja den Futterschrank öffnen das kann unser Rudy auch.
    Wir wunderten uns immer das die Futtertüre auf ist
    und „Leckelys“ herumlagen, bis wir mal dabei zusahen wie
    er mit seiner Pfote solange am Futterschrank „herumschraubte“ bis
    „klack“ die Türe“ aufging.
    Gruß
    catmanrolf

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