Elektronisches Katzenspielzeug: Zappelnder Fisch

Elektronisches Katzenspielzeug hat sich im Hause Fellgiganten bisher in sehr vielen Fällen als nutzlos erwiesen. Für den Tachnik-affinen Zweifuß lasen die Produktbeschreibungen sich zwar häufig ganz putzig, doch das Felltrio empfand das angepriesene Super-Duper-HighTech-Spieli in den meisten Fällen als völlig uninteressant – teilweise sogar als gruselig. Einzige über alles geliebte Ausnahmen bis dato: Der Hexbug nano – und der tanzende Schmetterling*.

Deswegen war ich zunächst ziemlich skeptisch, als ich online über den elektronischen Zappel-Fisch* stolperte. Allerdings warb das gute Stück mit der Möglichkeit, Catnip im Inneren zu verstecken – und Boss, Budd und Indio sind ihres Zeichens absolute Kräuterjunkies. Katzenminze und (noch besser!) Baldrianwurzel sorgen hier regelmäßig für Hochstimmung. Zudem schien der Fisch die perfekte Größe für die Bearbeitung per Beute-Tritt zu haben: Eine olympische Sportart, bei der meine drei Jungs vermutlich sämtliche Medaillen abräumen würden.

Also starteten wir am Ende doch einen Versuch und bestellten das Teil. Zur Freude der Pelzbomber, wie sich herausstellte!

Der Charminer Fisch für Katzen

Der elektronische Fisch wird bei Amazon von mehreren Herstellern angeboten – die Preise pendeln zwischen 10 und 15 Euro und so ziemlich alle Produktbeschreibungen warten mit schauderhaft übersetzten Produktbeschreibungen auf. Meine Wahl fiel am Ende auf den Amazon-»Bestseller« von Charminer*. (Auch wenn ich bei dem Satz »Mit diesem Katzenminzenspielzeug können Sie leicht Kätzchen anziehen und damit spielen« meine Fellgiganten im Strampelanzug vor Augen hatte und unsicher war, ob nun die Katzen mit dem Fisch spielen sollen, ich mit den Katzen, oder, mein Favorit: Ich mit dem Fisch.)

Laut der Tüte, in der er geliefert wird, kommt er aus den Niederlanden, ist aber »made in China«. Der Fisch riecht nicht chemisch und ist äußerlich gut verarbeitet.

Indio
»Bitte was?«

Der Fisch ist aus Plüsch, etwa 30 cm lang und 12 cm breit und hat einen kleinen Reißverschluss am Bauch, hinter dem sich der Motor verbirgt. Der Akku wird per mitgeliefertem USB-Kabel aufgeladen. Dann kann per Schalter die Zappel-Funktion eingeschaltet werden.

Optisch wird hier auf Realismus statt auf Niedlichkeit gesetzt, denn der Plüschbezug ist klar einem echten Fisch nachempfunden.

Das erste Laden dauerte hier um die anderthalb Stunden. Nach dem Abstöpseln dachte ich erst, der Fisch würde nicht funktionieren, weil er sich nach dem Einschalten nicht rührte… Als ich den Akku dann aber etwas tiefer in den Fisch stopfte, tat er doch seinen Dienst und schlug brav mit der Schwanzflosse. Dank des weichen Plüschmaterials ist es unmöglich, dass Miez sich an dem Zappler verletzen kann.

Indy checkt den Fisch ab
»Was bist du denn?!«

Spannend machen mit Catnip und Baldrian

Eigentlich sollte dem Fisch ein Päckchen Catnip beiliegen. Ich weiß nicht, ob ich blind bin oder ob meine Portion irgendwo unterwegs geraucht worden ist… Ich habe ersatzweise einfach ein gefaltetes Taschentuch mit Baldrianwurzel* in den Fisch gepackt.

Der Geruch zieht die Fellgiganten an wie Licht die Mücken. Der Boss ist bei der aktuellen Wärme faul und hat sich nur zu trägem Schnuppern und Bepföteln überreden lassen. Ganz anders die beiden jüngeren Bubis: Die wollten mir die (noch bewegungslose) Beute direkt aus der Hand schlagen!

Zappel-Fisch in Aktion

Elektronisches Katzenspielzeug
»Hab ich dich!«

Nach dem Anschalten schlägt der (mittlerweile penetrant duftende) Fisch mit der Flosse und bewegt sich auf die Art wie ein echtes Wassertier über den Fußboden. Der Motor ist hörbar, aber relativ leise – Indy fand das surrende Flossenzappeln zunächst etwas unheimlich, entspannte sich aber schnell. Buddy wiederum konnte der Baldrianwurzel nicht widerstehen und nahm das Spielzeug direkt in die Mangel.

Der Fisch reagiert auf Bewegungen. Nach einer Weile hört er mit seinen Bewegungen auf – tritt oder beißt Miez auf ihm herum, beginnt der Schwanz jedoch wieder zu schlagen. Für den Vierbeiner imitiert das wunderbar eine zappelnde Beute – Buddy verbiss sich daraufhin nur noch stärker in dem Plüschtier. Obendrein schonen die Pausen natürlich den Akku.

Die ersten Spielsessions überlebte das Spielzeug schadlos. Da Buddy ein ausgesprochener Grobian ist, wird er vermutlich früher oder später die ersten Löcher im Plüsch hinterlassen. Immerhin ist der Fisch äußerlich insgesamt aber relativ stabil verarbeitet und auch die Mechanik funktioniert bisher tadellos.

Fazit: Elektronisches Katzenspielzeug in Fisch-Form

Elektronisches Katzenspielzeug
»Meiner!«

Der Plüschfisch mit beweglicher Flosse kommt hier besonders bei Rowdy Buddy sehr gut an… Will Indio ihm seinen Fang abluchsen, kann er schon mal ein drohendes Knurren vom Vize ernten. Ähem.

Steht dein Fellkumpel auf zappelnde Beute, könnte er mit dem Charminer Fisch* also seine wahre Freude haben. Weil in der Tasche, in der sich das Elektronikmodul verbirgt, auch Katzenminze oder Baldrian untergebracht werden können, dürften sich auch etwas scheuere Katzen von dem Spielzeug überzeugen lassen!

Da der Bezug optisch durchaus was hermacht, kann notfalls natürlich auch das Modul entfernt und der Fisch als Baldrian-Bombe benutzt werden. Schade war in meinem Fall nur, dass es das Päckchen Katzenminze offenbar nicht bis zu mir nach Hause geschafft hat – hätte ich hier nicht sowieso immer getrocknetes Grünzeug für die Miezen vorrätig, hätte ich das vermutlich reklamiert.

Insgesamt würden die Fellgiganten dieses elektronische Spielzeug trotz zweifelhafter Produktbeschreibungen und fehlendem Drogenpäckchen jedenfalls durchaus empfehlen… Und auch für mich als Zweifuß war der Fisch sein Geld wert!

Die Fellgiganten unterstützen?!

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