Fellgiganten: The Son Never Shines…

Fellgiganten Sonny

»Wo ist dein Bruder?« ist immer noch die erste Frage am Morgen, wenn der kleine Blaubär mich zur Tür geleitet, und die letzte Frage am Abend, wenn ich die Snacks für das Funboard vorbereite und Buddy mir trillernd um die Beine streicht. »Wo ist dein Bruder?«, weil sie immer unzertrennlich waren, immer eine Einheit waren, und weil mein Kopf immer noch jeden Morgen und jeden Abend so verdammt auf dem Schlauch steht und das fehlende Puzzleteil sucht. Sonny sucht. Und wenn die Erinnerung schließlich die Automatismen durchschlägt, ist da kein Bild von einem glücklichen Rotfuchs in mir, da ist kein dankbares »so war er mal«, kein nostalgisches »das waren die guten Zeiten«. Das Bild, das ich in diesen Momenten vor Augen habe, ist das, wie er in meinen Armen zusammensackt und für immer geht.

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Verlust eines Tieres verarbeiten: Die Liebe zu einer Katze

Der Boss

Ich würde dir so gern sagen, dass dein Leben mit einem Fellgiganten an deiner Seite automatisch besser ist als ohne.

Ich würde dir so gern sagen, dass Tiere dein Leben auf der ganzen Linie nur bereichern.

Verdammt, ich wünschte, ich könnte dir sagen, mit einem Maine Coon zieht bei dir ein Freund für’s Leben ein.

Aber das ist nicht so.

Nicht wegen den Momenten, in denen du nach Hause kommst, um sämtliche Gardinen zerwühlt und durchlöchert auf dem Fußboden vorzufinden. Auch nicht, weil Katzen grundsätzlich dann in ihre eigene Scheiße treten, wenn du gerade mit Besuch bei Kaffee und Kuchen sitzt. Es geht nicht ums Putzen, ums Saugen, ums Schwingen von Fusselrollen, um Verzweiflung bei der Futterumstellung, um Zoff in der Gruppe, durchmiaute Nächte, schmerzhafte Liebesbisse oder Katzenkrallen im Gesicht. Himmel, es geht noch nicht einmal um die 2.000 Euro schweren Tierarztrechnungen, die meine Coonies mir in den letzten Jahren regelmäßig beschert haben.

Es geht darum, dass Katzen sterben.

Es geht darum, dass dein bester Freund, der dir sein ganzes Leben widmet und mit dem du mehr Zeit verbringst als mit allen anderen Lebewesen um dich herum, immer, egal was passiert, vor dir gehen muss.

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Fellgiganten: Am Anfang ein Abschied

Blitz

Das Fellgiganten-Projekt startete inoffiziell im April. Und wenn ich inoffiziell sage, dann meine ich »klammheimlich« und, leider, »kurzlebig«. Maine Coons waren immer ein wichtiger Teil meines Lebens, sodass ein Blog über die pelzigen Giganten mir schon eine Weile wie eine gute Idee vorkam. Aber: Gerade als ich mich an die Umsetzung machte, trat einer meiner beiden Kater die Reise über die von Tiermenschen gefürchtete Regenbogenbrücke an. Und jede Motivation, über die Freude am Leben mit Coonies zu schreiben, starb mit ihm.

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