Katzen, Pech und Pannen – aka: Alltag mit Maine Coons. Warum Katzenhalter verdammt viel Humor brauchen

Alltag mit Maine Coons

Natürlich würde ich gerne behaupten, dass meine Fellgiganten so famos erzogen sind, dass hier stets alles wie am Schnürchen läuft. Als Katzenhalter weißt du aber ohnehin: Dann hätte ich keine drei Kater in der Bude, sondern Steiff-Tiere.

Nachdem ich zuletzt eine Weile in der Waagerechten verbringen durfte und im heimischen Umfeld Bett und Sofa gehütet habe, ist bei mir vor allem eins aufgekommen: Langeweile. Rumhängen ist nicht mein Ding. In Rückenlage wegen undefinierbaren Auas schon gar nicht.

Praktischerweise bekommen die Pelzbomber so was ziemlich schnell mit. Nicht nur, dass man gerade ein wunderbares Sitzkissen abgibt. Auch, dass man ein bisschen Action vertragen könnte. Und wenn Maine Coons etwas richtig gut können, dann für Action sorgen.

Es gibt viele Rasseportraits über Maine Coons in den Weiten des WWWs. Die meisten tummeln sich auf Züchterseiten, die ihre Tiere in erster Linie an den Mann bringen wollen. Klar, dass hier in erster Linie Schönheit und Verträglichkeit der Fellmonster hervorgehoben werden. Wenn ich etwas verkaufen möchte, betone ich auch nicht, inwieweit das »Produkt« regelmäßig meine Nerven überstrapaziert.

Maine Coons sind großartig. Aber ich wiederhole mich gern: Es sind keine Kuscheltiere mit Aus-Schalter, wenn man gerade mal nicht so kann oder will. Ich spendier dir im Folgenden eine Zusammenfassung der Coon’schen Pleiten, Pech und Pannen von sage und schreibe zwei Tagen – stellvertretend für 365 Tage Chaos mit den felinen Clowns. Sieh’s als »das etwas andere Rasseportrait der Maine Coon Katze«. Alias: Alltag mit felinen Vollpfosten!

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Warum es keine Edelkatzen gibt

Edelkatzen?!

»Edelkatzen« ist für mich ein Unwort. Insbesondere, wenn es um Maine Coons geht. »Edel« sind vielleicht die goldenen Schmuckstücke in Omas Schrank, der neue Benz in Nachbars Garage oder die Michael Kors-Handtasche, die die Hälfte deines Monatsgehaltes gefressen hat.

Aber eine Katze?

Ein Tier?

Ein Lebewesen?

Bist du edel?

Versteh mich nicht falsch: Meine Kater sind ein Bild von Perfektion für mich. Jede ihrer Zellen sitzt am richtigen Platz. Jede ihrer Zellen ist wunderschön. Ich liebe diese Tiere – mit Haut und Haar, mit Klauen und Zähnen, mit Narben und Giardien.

Meine Tiere sind perfekt. Gerade, weil sie unperfekt sind.

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