Katzennapf Yummynator im Fellgigantentest

Yummynator im Fellgigantentest

Dass meine Jungs Chaoten sind, daraus mache ich im Blog kein Geheimnis. Besonders Budd und Indio sind famos darin, Einrichtungsgegenstände gegen mich zu verwenden, Stolperfallen zu errichten und generell dafür zu sorgen, dass die Bude hier einem Hindernisparcours gleicht.

In puncto Fressen sind Maine Coons ohnehin aus der Art geschlagen. Mit den Pfoten futtern liegt bei ihnen total im Trend. Fleisch aufspießen und sich in den Schnabel stopfen, dabei 50% auf den Boden schmeißen, die Happen nicht kauen und schlucken, sondern zunächst vorm Fellkollegen in Sicherheit bringen und durch zwei Zimmer schleppen, die Hälfte unterwegs im Wassernapf versenken… Yep, hier waren Fellgiganten am Werk.

Quatschkopf Buddy hat zusätzlich ein besonderes Hobby: Er schiebt. Sobald der Staubsauger-Modus aktiviert ist, wird der Futternapf mit der Nase quer durch Küche und Flur transportiert. Gerne auch so, dass ich morgens im Halbdunkel mittig ins Nassfutter trete und dank klirrendem Keramiknapf und ausgiebigem Fluchen das gesamte Haus aufwecke. Weil der Napf plötzlich exakt vor der Haustür steht. Das nervt überhaupt nicht.

Die Höhle der Löwen habe ich nie selbst gesehen, aber: Den Boom um den Yummynator* habe ich mitbekommen. Skeptisch wie ich allgemein bin, habe ich nur nicht sofort darauf reagiert. Seit ein paar Wochen sind nun aber doch mehrere Exemplare des 2 in 1-Napf-Systems bei uns in Betrieb und es wird Zeit für ein Fazit.

Der Yummynator*

Yummynator
Rechts im Bild die pinke 400 ml-Variante, links die blaue 850 ml-Version.

Normalerweise futtern die Jungs aus Keramiknäpfen, die auf Platzsets stehen. Systeme mit stabilem Standfuß sind nicht übel, in puncto Reinigung aber nicht selten aufwändiger und unpraktischer, weil die Fellbomber das gesamte Konstrukt mit Futter beschmieren (und ein Set als Unterlage brauche ich dann immer noch). Plus: Die feinen Herren ziehen flache Näpfe vor. Da stoßen die Tasthaare nicht so an. Die klassischen großen Doppelnäpfe haben meist einen hohen Rand.

Der Yummynator* besteht aus einer Gummimatte als Unterlage, in die ein Plastiknapf eingedreht wird. Die Matte kommt mit den Maßen 24 x 24 cm daher; die Näpfe gibt es mit den Fassungsvermögen 400 ml (pink), 850 ml (blau) und 1,4 l (grau).

Die Näpfe selbst wirken im ersten Moment tatsächlich riesig. Das liegt aber an ihrem flachen Rand – und der gefällt den Jungs ziemlich gut. Im grauen Napf kann gefühlt ein Maine Coon Kitten gebadet werden, deswegen haben wir hier für die Coons nur blau und (hauptsächlich) pink im Einsatz. Beide werden gut angenommen.

Katzennapf Yummynator
Die Näpfe werden im Uhrzeigersinn in diese Halterung eingedreht. Katzensicher? Yep.

Die Plastiknäpfe sind laut Hersteller spülmaschinenfest, die Gummimatten allerdings nicht. Hier wird aber sowieso per Hand gespült. Wenn wegen trockener Krümel mal geschrubbt werden muss, zerkratzen beide Materialien recht schnell, ein bisschen Obacht ist also geboten. Hygienisch zu reinigen ist das System insgesamt aber sehr gut.

Bisher sind bei uns alle Exemplare noch gut in Schuss, ich wage aber zu bezweifeln, dass sie für die Ewigkeit halten werden. In puncto Haltbarkeit können sie sicher nicht mit den nahezu unverwüstlichen Keramiknäpfen mithalten.

Yummynator in Aktion
Größenvergleich 2.0 – mit Inhalt

Und? Rutscht es?

Nun legt man sich den Yummynator aber ohnehin aus einem bestimmten Grund zu: Immerhin soll das System absolut rutschfest stehen. Der Anti-Buddy-Napf, sozusagen.

Tatsächlich saugt die Gummimatte sich sowohl auf Fliesen als auch auf Laminat ziemlich erfolgreich fest. Dem normalen Staubsauger-Modus eines Maine Coon-Katers hält der Yummynator so durchaus stand. Am ehesten kann’s passieren, dass Futterstücke mit der Schnauze über den flachen Rand des pinken Napfes geschoben und so auf die Platzmatte bugsiert werden. Das kommt allerdings aufgrund der großzügigen Ausmaße auch des kleinsten Schälchens nicht allzu häufig vor.

Hochleistungsstaubsauger Budd kann im Wahn auch einen Yummynator noch ein bis zwei Meter durch die Gegend schubsen und ziehen. Im normalen Alltag passiert es nun aber bedeutend seltener, dass ich frühmorgens mitten im Katzenfutter stehe. Allzu weit vom angestammten Platz entfernen sich die Näpfe nicht mehr.

Dem Yummynator bekäme ein Date mit meinem Fuß auch schlecht. Ich schätze, als zweibeiniges Trampeltier bricht man bei derartigen Unfällen recht fix ein Stück Plastik aus dem Rand. (Nein, ich möchte das an dieser Stelle nicht testen, merci beaucoup. Lass den Napf stehen, Budd.)

Yummynator in Aktion: Der Boss
»Sach ma – soll ich dich auch mal beim Essen fotografieren, elender Zweifuß?!«

Summa summarum würde ich den Yummynator bei der Erfüllung seiner Anti-Rutsch-Mission mit 4 von 5 Schneeschuhpranken bewerten. Das integrierte Platzset fängt zusätzlich einiges an fliegenden Häppchen auf, was wirklich praktisch ist.

Wenn ein Maine Coon einen Finger Food-Marathon startet, dann landet aber immer noch einiges daneben. Dafür ist die Matte schlichtweg zu klein. Leider variiert ihre Größe auch nicht in Abhängigkeit von der Füllmenge der Schälchen, man hat hier also keine Möglichkeit, größere Unterlagen zu bestellen.

In puncto Näpfe sind sowohl die pinken als auch die blauen Varianten gut geeignet. Für kleinere Miezen oder halbwegs gesittet mampfende Waldkatzen finde ich die 400 ml-Version vollkommen ausreichend. Hat man einen Kandidaten, der mit Begeisterung Futter über den Rand des Schälchens schiebt, ist die 850 ml-Variante vielleicht die bessere Wahl, weil der Rand hier höher ist, die Schüssel aber so breit ist, dass der Fellträger trotzdem bequem und ohne anstoßende Schnurrhaare mampfen kann.

Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass die 1,4 l-Version einen ziemlich coolen Wassernapf für Planschebären abgibt. Beim blauen Napf ist mir der Rand dafür nicht hoch genug, aber die graue Schale ist auf große Hunde ausgerichtet und entsprechend tiefer. Muss noch getestet werden!

Indio am Yummynator
*FutterFutterFutterFutterFutterFutterFutterFutterFutter!* (aka: Indio in Action.)

Der Yummynator* – Hot or Not?

Die guten alten Keramiknäpfe werden hier sicherlich nicht aussortiert, aber besonders nachts kriegen die Jungs ihr Fressen nur noch im Yummynator. So ist auch das penetrante Klirren aneinanderstoßender Schälchen passé und Budd legt mir keine gefährlichen Stolperfallen mehr.

Insgesamt ist das Konzept gut durchdacht und sinnvoll umgesetzt. Ganz frei von fliegenden Futterbrocken ist der Boden natürlich nicht, ein bisschen Schieberei gelingt den wahren Spezialisten immer noch und für die Ewigkeit sind die Schälchen vermutlich nicht konzipiert. Die Fellgiganten nehmen die Näpfe aber extrem gut an, sie sind leicht zu reinigen und insgesamt wirklich praktisch. Daher gibts von uns (trotz anfänglicher Skepsis) ganz klar eine Daumenkralle nach oben!


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1 Kommentar

  1. Also ich verwende für meine beiden Fellbomber diese hier in der XL-Variante:

    http://www.zooplus.de/shop/katzen/fressnapf/keramik/434110

    Habe je einen für Nass- und für Trockenfutter sowie einen dritten für das Wasser. Die haben unten auch kleine Gummi-Noppen und dazu ein gesundes Eigengewicht. Da verrutscht ebenfalls nichts. Sie sind relativ flach und beide Katzen fressen problemlos aus einer Schale.
    Wir sind rundum zufrieden damit.

    Flauschige Grüße

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