Katzen, Pech und Pannen – aka: Alltag mit Maine Coons. Warum Katzenhalter verdammt viel Humor brauchen

Alltag mit Maine Coons

Natürlich würde ich gerne behaupten, dass meine Fellgiganten so famos erzogen sind, dass hier stets alles wie am Schnürchen läuft. Als Katzenhalter weißt du aber ohnehin: Dann hätte ich keine drei Kater in der Bude, sondern Steiff-Tiere.

Nachdem ich zuletzt eine Weile in der Waagerechten verbringen durfte und im heimischen Umfeld Bett und Sofa gehütet habe, ist bei mir vor allem eins aufgekommen: Langeweile. Rumhängen ist nicht mein Ding. In Rückenlage wegen undefinierbaren Auas schon gar nicht.

Praktischerweise bekommen die Pelzbomber so was ziemlich schnell mit. Nicht nur, dass man gerade ein wunderbares Sitzkissen abgibt. Auch, dass man ein bisschen Action vertragen könnte. Und wenn Maine Coons etwas richtig gut können, dann für Action sorgen.

Es gibt viele Rasseportraits über Maine Coons in den Weiten des WWWs. Die meisten tummeln sich auf Züchterseiten, die ihre Tiere in erster Linie an den Mann bringen wollen. Klar, dass hier in erster Linie Schönheit und Verträglichkeit der Fellmonster hervorgehoben werden. Wenn ich etwas verkaufen möchte, betone ich auch nicht, inwieweit das »Produkt« regelmäßig meine Nerven überstrapaziert.

Maine Coons sind großartig. Aber ich wiederhole mich gern: Es sind keine Kuscheltiere mit Aus-Schalter, wenn man gerade mal nicht so kann oder will. Ich spendier dir im Folgenden eine Zusammenfassung der Coon’schen Pleiten, Pech und Pannen von sage und schreibe zwei Tagen – stellvertretend für 365 Tage Chaos mit den felinen Clowns. Sieh’s als »das etwas andere Rasseportrait der Maine Coon Katze«. Alias: Alltag mit felinen Vollpfosten!

Good Morning Vietnam! Aka: Weckkommando auf vier Pfoten

Budd und Indio
Wir vermelden Party-Entzug. AUFSTEHEN!

Die Jungs haben eine verdammt zuverlässige innere Uhr: Unter der Woche weckt Indio mich gewöhnlich eine Viertelstunde vorm Vibrieren meines Fitbits, um sich die erste Kuschelsession des Tages zu sichern. Solange ich im Bad bin, belagern drei Fusselköpfe die geschlossene Tür und wippen ungeduldig mit Pfoten und Federboas. (Oder versuchen, in Indys Fall, die Tür einzutreten.) Und sobald ich mich nach den üblichen Morgenroutinen irgendwann der Haustür nähere, werden so lange Barrikaden errichtet, bis ich einen letzten Umweg in die Küche nehme und die Abschiedssnacks springen lasse.

Wage ich es nun, zur vereinbarten Zeit liegen zu bleiben, wird seitens der Zwerge ein Arsenal an Knuddel- und Spielaufforderungen abgeschossen, um mich irgendwie in die Senkrechte zu bewegen. Indio fängt an dann an,  auf mir Trampolin zu springen und meinen Nachttisch abzuräumen. Und Buddy? Buddy bringt Spielzeug. Müffelnde Catnip-Kissen, von mir gehäkelte Baldrian-Spielis, raschelnde Sisalbälle, Fellmäuse mit Glöckchen… Alles wird vor meinem Bett abgelegt. Als müsste er erst das richtige finden, um die ultimative Party zu aktivieren. Nicht der Kong Kickeroo*? Dann vielleicht die Spielrolle von 4Cats*? Auch nicht? Dann schleppen wir doch mal scheppernderweise das ganze Catit Play ‚N‘ Scratch* durch die Bude…

Ich bin ein Fan von »wenn ich das, was du machst, doof finde, ignoriere ich dich«. Bei den aufmerksamkeitsgeilen Coonies führt das meist zum Erfolg. Frühmorgens bin ich ohnehin zu müde zum Schimpfen. Budd hat allerdings schon seit einer Weile ein Lieblingsspielzeug, mit dem ich überhaupt nicht einverstanden bin. Wo ich zwangsweise aufspringe und es ihm wegnehme, wenn er es auf wundersame Weise schon wieder in die Fänge bekommen hat.

Dieses Lieblingsspielzeug sind meine BHs.

Vor einigen Wochen erwischte ich ihn das erste Mal, wie er den für den Morgen bereitgelegten BH nachts schnurrenderweise mit allen Vieren umklammerte, um die Cups zu benuckeln. Das fand ich uncool genug, um meine Unterwäsche fortan fein säuberlich unter Jeans und Co. zu verstecken. Funktionierte so semi. Morgens waren meine Klamotten dann eben durchwühlt, verfusselt und stellenweise durchlöchert. Und der BH trotzdem nass.

Zweifuß lernt natürlich dazu. BHs liegen jetzt auf meiner Kommode. Halb unterm Fernseher fixiert. Die Playstation-Controller als Wachhunde davor aufgereiht.

Wäsche-Party – aka: Hab Beute gemacht!

Schlafen mit Rücken ist so eine Sache, deswegen gingen die Weckroutinen der Fellgiganten mir in diesen zwei Wochen ohnehin schon ziemlich auf den Sack. Biste gerade mal eingeschlafen, weil du genau die Position gefunden hast, in der es für die nächste halbe Stunde erträglich sein könnte – kommt der Kater angerannt und schmeißt dein iPhone vom Kopfende des Bettes. Direkt auf deinen Schädel. Danke, Indio.

Buddys Raubzüge ließen sich soweit immer noch ignorieren, abgesehen davon, dass er natürlich trillert wie bekloppt, während er irgendeine Beute anschleppt. Eine Nacht war’s allerdings extrem: Monsieur hörte überhaupt nicht mehr auf mit seinem Gurrkonzert. Und, was immer er da durch die Wohnung transportierte… Irgendetwas Metallisches klirrte dabei über’s Laminat.

Das ging sicher eine Stunde so: Klirrklirr, trillertriller, schepper, gurrgurrgurr, klirrklirr, triller, klackklackklack, triller, gurrgurrgurr. Bis ich die Schnauze voll hatte und das Licht anschaltete.

Natürlich hatte er meinen BH im Maul. Natürlich war es der Metallverschluss, der übers Laminat klackerte. Und natürlich stalkte Indio Budd und seine Beute durch die ganze Bude und versuchte, die über den Boden schleifenden Träger zu fangen.

»Buddy – NEIN!« war das einzige, was ich rausbekam – mit dem Erfolg, dass der Kater mich völlig verdattert anschaute und den triefenden BH fallen ließ. Sein Blick sagte ziemlich deutlich: »Hab Beute gemacht! Hab ich gut gemacht!«

Dazu fiel mir nichts ein, also saß ich nur da und glotzte auf meinen BH. Ein schneller Blick Richtung Kommode verriet mir, dass er beim Befreien meiner Wäsche nicht einmal die Controller umgeworfen hatte. Sehr untypisch für die so eleganten und feinmotorisch begabten Maine Coons – insbesondere für Bulldozer Buddy. Roch eher nach Indio. (Ich vermute an dieser Stelle immer noch Teamwork.)

Budd interpretierte die Stille irgendwie falsch. Seine Chance witternd, nahm er meine durchgelutschte Wäsche zwischen die Zähne, trabte auf mich zu, spuckte sie auf den Teppich vor meinem Bett, trillerte mich freundlich an – und warf sich auf den Rücken. »Party?!«

Einer der Gründe, warum meine Fellgiganten lange nicht so gut erzogen sind, wie sie sein könnten, ist der, dass ich unmöglich einer fluffig behaarten rosa Katerwampe widerstehen kann.

Natürlich gab es Party.

Meine Wäsche wird jetzt halt über Nacht ins Bad gesperrt.

Und ich warte auf den Tag, an dem er die Tür öffnet, um trotzdem ranzukommen.

Ein Bild von Geschlichkeit – aka: Katzen-Klocks

Wahrscheinlich war er aufgedreht von seinem Erfolg, aber am folgenden Tag hopste Budd durch die Bude wie Mister Universum. Das war schön, immerhin muss man bedenken, dass er sonst ein ziemliches Sensibelchen ist. Eine knallende Autotür auf der Straße genügt schon, dass ihm beim Fressen vor Schreck das halbzerkaute Fleisch aus dem Schnabel fällt.

Mit stolz geschwellter Brust balgte er also Stunde für Stunde mit Kollege Indio durch die Wohnung. Killer Croc ist allerdings ein Chaot vor dem Herrn und verdammt gut darin, Blödsinn zu verzapfen und die Einrichtung (mehr oder minder, häufig minder) unabsichtlich zu demolieren. Arbeitsplatte ist daher eigentlich tabu, aber wenn der Zweifuß gerade bei Hartz IV-TV auf dem Sofa verrottet, kann man sein Glück ja mal versuchen. Irgendwo zwischen Uwe Herrmann und Guido Maria Kretschmer hörte ich es also leise klackern. Als Katzenhalter wird man extrem gut darin, Geräusche zu analysieren und ihre Quelle zuzuordnen – mir war entsprechend ziemlich fix klar, dass Monsieur Indio gerade die kleine Plastikspritze für das Schilddrüsenmedikament vom Boss vom Gefrierschrank kidnappte.

Also: Zähne zusammenbeißen. Aufstehen.

Ich kam genau pünktlich in die Küche gehumpelt, um zu beobachten, wie Indio seine Beute vom Schrank pfefferte – auf Budd, der mit großen Kulleraugen unten auf die Party wartete. Leider bekam der die Beute direkt auf die Nase. Und nach dem zweifachen Salto rückwärts bemerkte er den wenig begeisterten Zweifuß (mich) in der Tür. Mit einem pikierten »Nicht schimpfen! Hab nichts gemacht! Er war’s!«-Ausdruck im Gesicht und dezent wehender Wampe flitzte er an mir vorbei, scheiterte fast an der Kurve zum Flur, verschätzte sich und landete mit zwei Pfoten direkt in den Keramiknäpfen voll Thunfisch. Rechte Vorderpfote, rechte Hinterpfote – eins mit dem Mampf. Vom Klirren der Näpfe angeheizt, wollte Budd auf Vollgas schalten und ins Wohnzimmer flüchten – bewegte sich aber dermaßen ungeschickt, dass ihm die Näpfe samt Futter wie Keramik-Klocks an den Füßen hängen blieben. Das Scheppern schallte wohl durch die halbe Nachbarschaft, während Buddy wie auf High Heels durch den Flur schwankte, bis die ungebetenen Anhängsel endlich losließen und er in einer Thunfischwolke von dannen zischte.

Dass ich den Lachanfall meines Lebens hatte, half auch nicht. Zwei Stunden schaute Monsieur mich nicht einmal mehr mit dem plüschigen Hinterteil an.

Ich glaube, Indio mobbt ihn bis heute wegen dieses Missgeschicks.

Budd
Pannen-Budd. Allzeit bereit, ins Fettnäpfchen, äh, Thunfischnäpfchen zu treten.

Augen auf beim Teppichkauf!

Irgendwann gegen Abend hatte Budd mir verziehen, holte sich Kuscheleinheiten ab, balgte später noch mit mir durchs Schlafzimmer und ließ mich irgendwann in die Federn verschwinden. Bis um etwa 3 Uhr nachts. Da hörte ich ihn beim Toilettenbesuch: Loch buddeln – kurzes Seufzen – und dann… Kein Zuscharren. Fliegendes Streu, als Katerchen fluchtartig das Klo verlässt.

Ohoh. Nicht gut.

Während ich mich noch hochwuchtete und Richtung Nachttischlampe grabschte, jagte Budd bereits in mein Schlafzimmer mit dem kuscheligen Hochflor-Teppich. Ich schaltete das Licht gerade rechtzeitig ein, um beobachten zu können, wie mein Fellgigant strahlenförmig über den gesamten Teppich kotzte. Er drehte sich dabei so geschickt im Kreis, dass es aussah, als wolle er mit seinem Erbrochenen ein Pentagramm auf den Boden malen. Ich weiß nicht, was für ein Ritual er geplant hatte. Nachdem er sich zwei oder drei weitere Male im Wohnzimmer übergeben hatte, parkte er sich jedenfalls gut gelaunt vorm Nagarium der Rennmäuse. Ich war derweil mit Putzen beschäftigt.

Katzenkotze aus Hochflor-Teppichen zu entfernen ist ein riesiger Spaß. Die noch unverdauten Fleischstücke aus den Fasern popeln und die dabei aufsteigenden Düfte genießen zu dürfen… Getoppt wird das eigentlich nur noch vom Notfalleinsatz, wenn ein giardienverseuchtes Kätzchen bei der explosionsartigen Durchfallentladung die eigene Plüschhose so in Mitleidenschaft gezogen hat, dass eine Dusche und (eigentlich) ein sofortiger Umzug in eine neue Wohnung notwendig werden.

Aber schön, dass Budd nach dem Auskotzen von Bezoar und Futter wieder bester Stimmung war. Er und Rennmaus Root tauschen in letzter Zeit gern Klopfzeichen über die Frontscheibe aus. Ist eigentlich ganz niedlich anzusehen.

Feline Zielsicherheit – aka: Eigentlich sollte er ein EMP werden

Am nächsten Morgen schaffte ich es gerade noch, mir einen Kaffee zu kochen, bevor die Hauptsicherung rausflog und wir stromlos dastanden. Während die Familia oben sämtliche verdächtigen Geräte vom Strom nahm (Stichwort freakige Zwei-Personen-Mehrgenerations-WG: Die Wohnung ist groß und wir lieben Technik), fummelte ich im Keller an den Sicherungen herum – so lange, bis sich der Hauptschalter endlich, endlich wieder umlegen ließ.

Nach kurzer Lagebesprechung kamen die Zweibeiner zu dem Schluss, dass die uralten Steckerleisten in meinem Schlafzimmer allmählich ersetzt werden sollten. Da hängen immerhin Internet- und Telefonanlage dran. Vielleicht lag’s ja daran. So oder so braucht man schließlich das Gefühl, etwas getan zu haben.

Wir besorgten Ersatz. Ich verschwand anschließend zu meinem Osteopathie-Termin.

Während ich mit schmerzverzerrter Miene auf der Liege lungerte und die Mobilisationen über mich ergehen ließ, dachte ich noch über den faszinierenden Zusammenhang von »Katze kotzt, Stromausfall« nach, kam aber zu keinem rechten Ergebnis. Vielleicht wollte die Welt mir auch einfach mal wieder den Finger zeigen.

Klick machte es erst, als ich später zu Hause von meiner Mutter begrüßt wurde, die einen triefenden Mehrfachstecker vor meiner Nase hin und her schwenkte.

»Dein Kater hat in die Steckdose im Wohnzimmer gekotzt.«

Oh. Und ich dachte, die Sache mit dem Teppich wäre ungünstig gewesen.

Ich helf dir beim Putzen!

A propos Teppich: Den schrubbte, bürstete und saugte ich noch den halben Abend. Mit tatkräftiger Unterstützung von Indio, dessen Federboa wiederholt fast im Staubsauger landete.

Leicht angewidert wie ich war, hielt ich es für notwendig, auch gleich das Badezimmer auf Vordermann zu bringen. Rücken hin oder her, wenn die Putzsucht zuschlägt, bin ich machtlos. Unschwer zu erraten, dass Indy von meinem Vorhaben mehr als begeistert war. Ein Beinahe-Bad in der Toilette, das versehentliche Aktivieren der Sprühflasche des Badreinigers, Action mit meiner Wimperntusche, ein Nickerchen im Waschbecken – Killer Croc ist von Hausarbeit gemeinhin ziemlich angetan.

Als Monsieur es sich allerdings in der frisch gereinigten Badewanne gemütlich machen wollte, musste ich Einspruch erheben. Die war nämlich frisch geputzt und Sagrotanreste im Plüsch meiner Fellgiganten finde ich absolut uncool.

Ich ging eigentlich davon aus, seinen Wannen-Abstecher fix mit einem warnenden Räuspern beenden zu können. Indio reagierte auch prompt und peilte den Rand an, um auszusteigen. Nur… Nun ja. Die Wanne war eben nass. Und glitschig. Killer Croc kam entsprechend ins Schlingern und lief plötzlich fast so elegant auf der Stelle wie die Rennmäuse im Laufrad.

Wo Buddy tendenziell mit »OMGWTFBBQ WIR WERDEN ALLE STERBEN!« reagiert, denkt Indio sich eher »geiler Scheiß, nochmal, nochmal!«. Also rutschte und rannte er weiter, die Federboa hoch erhoben, stolz wie Bolle, dass er ein neues Spiel gefunden hatte.

Aus der Wanne musste ich ihn dann natürlich selbst herausheben. Pfotenwaschen ließ er gnädigerweise auch über sich ergehen.

Dieses Jahr steht für meine Zwerge und mich noch ein Umzug an – ich fürchte fast, ich muss Indio zuliebe dann ein XXL-Laufrad für Katzen anschaffen. Er ist offensichtlich auf den Geschmack gekommen.

Indio und Buddy
Trainieren dann bald für den Marathon: Indio Bolt und Buddy Gay.

Das war doch für uns, oder etwa nicht?!

Zum krönenden Abschluss des sehr erfolgreichen Tages wollte ich eigentlich nur noch schnell die Sandbäder der Rennmäuse reinigen und neu befüllen. Ich hatte gerade einen frischen 20 Kilo-Sack Sand bestellt, der wegen meiner Wehwehchen schon ein paar Tage vorm Nagarium zugebracht hatte. Wo ich schon so hingebungsvoll den Teppich gereinigt hatte, konnte ich das Ding ja nun wirklich mal an seinen angestammten Platz hinterm Nagarium wuchten… Kam’s doch heute auch nicht mehr drauf an.

Badesand aus dem Zoohandel kostet ein Schweinegeld, wenn man badefreudige Fellmurmeln beherbergt und viel Wert auf Hygiene legt. Meine Renner verrichten ihre Geschäfte fast ausschließlich im Sand. Bevor sie in ihren Fäkalien baden, wechsle ich das Zeug lieber täglich. Deswegen greife ich auf die Monsterpackungen vom Großhändler zurück, die mich gerade mal einen Zehner kosten. Auch wenn sie wegen ihrer Ausmaße immer ein bisschen im Weg herumstehen.

Ganz blöd bin ich ja nicht. Natürlich war ich beim Heben des Sacks erst einmal sehr, sehr vorsichtig. Kleinere Löcher im Plastik hatte ich bereits abgeklebt – und wie ich da so stand, fiependerweise die 20 Kilo schleppend, machte das Ganze einen famos stabilen Eindruck. Wirklich. Ich wollte die Katerchen schon loben, dass sie ausnahmsweise mal mein Zeug in Ruhe gelassen hatten!

Bis ich den zweiten Schritt zur Seite wagte, es einmal fump machte und sich die ersten 20% des Sands über meinen gottverdammten Hochflor-Teppich ergossen. Du weißt schon, den, wo ich vorhin noch die Reste von Buddys Erbrochenem aus den Fasern gefischt habe.

Budd und Indio waren schneller in ihrem neuen Sandkasten zugange als ich gucken konnte. Budd sprang zwischenzeitlich noch ins Nagarium, das ich in meiner begrenzten Voraussicht offen gelassen hatte. Der Boss beobachtete das Schauspiel vom Sofa aus. Wer von den Dreien die Schwachstellen in den Sack gepiekst hatte, weiß ich nicht. Vermutlich war es auch hier wieder Teamwork.

Ich verbrachte den Rest des Abends jedenfalls abermals mit der Reinigung meines Teppichs.

Fazit

Klar, ich hätte weniger Putzaufwand, weniger zertrampelte Nerven, weniger Sorgen, mehr Geld, mehr Schlaf und mehr ruhige Minuten ohne die haarigen Biester. Ich hätte aber auch bedeutend weniger Spaß.

Ich bin momentan mit Vollzeitjob, Forschungsarbeit für die Uni, Nebenprojekten wie diesem Blog, Umzugsplänen und sozialem Kram ziemlich eingespannt. Die vierbeinigen Quatschköpfe sind dabei die besten Stresskiller, die ich mir vorstellen kann.

Ich meine, hey: Mit Liebe und Humor geht eigentlich alles.

Für alles andere gibt’s Einmalhandschuhe* und Sterilium*.


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2 Kommentare

  1. Hallo Laura und pelzige Minis!

    Deine Erzählungen bringen mich regelmäßig zum Lachen, vielen Dank dafür. Dein Rückenleiden klingt gar nicht gut, ich wünsche dir eine schnelle Genesung und dass du hoffentlich davon in Zulunft verschont bleibst.

    Ich beneide dich. Meinem schaffe ich regelmäßig neues Spielzeug an, aber sämtliche Mäuse, Catnip, Sisalbälle, Softbälle und Catdancer werden überhaupt nicht beachtet. Laserpointer und Federwedel finden täglich Beachtung, aber ausgedehnte Partysession sind in meiner Wohnung utopisch.

    Vielen Dank nochmal für deine Mail. Du hast mir den Einstieg in die Katzenwelt sehr vereinfacht, danke dafür!

    LG
    Archie and Friends

  2. Liebe Laura und pelzige famiglia,

    ich habe – wie schon so oft – wieder einmal Tränen gelacht beim Lesen. Herzlichen Dank dafür!

    Manches kommt mir auch bekannt vor (hier wohnen zwei Coonies, eine Birma und ein Australian Shepherd).
    Dein Blog ist einfach bezaubernd und herzerfrischend, ich versuche immer, euch regelmäßig zu lesen.

    Ich hoffe, von nun an geht es jeden Tag weiter bergauf und bald bist Du wieder ganz gesund.

    Ganz herzliche Grüße, natürlich auch für die Schnurrer
    Elke mit Davina, Kylie, Lucy und Zazou

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